Meine Fahrradtour 2006

Mittwoch, 13. 09. 2006


Tagesübersicht
Von Ulm/Karlsruhe Nach Römerberg
Start 8:45/12:30 Ankunft 16:25
Strecke - /66,93 km Fahrzeit - /3:34:23
Geschwindigkeit - /18,7 km/h Höhenmeter -

Natürlich bin ich zu früh aufgewacht. Dadurch hatte ich dann mehr Zeit, meiner Familie auf die Nerven zu fallen. Sie waren vermutlich froh, dass ich gegen 8:45 Uhr startete. Auf ging es in Richtung auf den Bahnhof in Ulm zu. Auf der Kuppe zur Wilhelmsburg griff die Bremse nicht mehr richtig. So etwas Blödes! Nach kurzer Panik brachte der Versuch die Bremse nach zu justieren den gewünschten Erfolg. Weiter ging es mit diversen Bremsproben den Hang hinab auf den Bahnhof zu.Dort gab es dann noch einen Cappucino und danach ab auf den Bahnsteig.
Der Zug lief ein. Ah, das wären die blöden Waggons mit den engen Türen. Rein bekommen habe ich das Flux dann aber doch, Den reservierten Platz konnte ich mit dem Liegerad natürlich nichts sauber nutzen. So stellte ich es einfach hin und hoffte, dass da keiner mehr hinzu kam. Danach habe ich meinen Sitzplatz gesucht und auch gefunden. Ein paar Fotos habe ich dann noch gemacht. Bis Stuttgart hatte ich eine nette Reisebegleitung, danach war ich bis Karlsruhe allein im Abteil.

Aus dem Bahnhof hinaus fand ich recht leicht, dank des geräumigen Fahrstuhls zu den Bahnsteigen bruachte ich noch nicht einmal zu warten. Im Durchgang angekommen hiess es dann erst einmal: "Links oder Rechts?". Okay, also meiner alten Spürnase nach (siehe Radtour 2005) ging ich nach links und erreichte wider Erwarten auch den Nordeingang des Bahnhofes. Dort packte ich dann erstmal das Flux zurecht, orientierte mich, aktivierte das GPS und machte mich auf dem Weg.
Dank der Routenplanung fand ich den Weg durch die Stadt recht leicht. Eine kleine Abweichung vom rechten Weg habe ich mir aber doch gegönnt, ansonsten lief es zielgerichtet dem Rhein entgegen. Dann kam der erwartete Anstieg zur Rheinbrücke. Ich war froh aus Karslruhe heraus zu sein. Naja, ganz draussen war ich natürlich noch nicht, aber immerhin soweit, dass die vielen Ampeln hinter mir lagen. Manche waren nämlich ganz schön versteckt angebracht. Auf der Rheinbrücke dann die ersten Fotos und dann hinüber über den Rhein. Danach ging es gleich hinab an den Rheinradweg und auf durch das Hafengebiet.

Das Containerlager erinnerte mich an meine "Dornstadtrundtour daheim. Nur war dieses hier viel grösser. Hinter dem Containerlager baute DaimlerChrysler ein neues Entwicklungs- und Forschungszentrum oder so. Na, bisher war das nur eine imposante Baustelle. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Flux ist da viel kleiner.
Aber nach der Baustelle bog der Weg dann ab und es ging durchs Grüne. Die Strecke war schön ruhig. Der Weg auf Germersheim zu war gut zu finden und auch gut zu fahren. Vielleicht fahre ich nächstes Jahr zur Spezi mit der Bahn und dem Rad, mal sehen. In dem ersten grösseren grünen Bereich wechselte ich dann die kurz Jeanshose gegen eine reguläre Fahrradhose. Das war dann doch gleich angenehmer.

Verschiedentlich machte ich ein paar Fotos, warf einen Müsliriegel ein und trank etwas. Aber im Grossen und Ganzen kam ich gut voranb. Bis kurz vor Germersheim. Dort bei einer alten Ziegelei, habe ich dann doch mal wieder einen flaschen Weg genommen. Dafür habe ich allerdings ein paar nette Fotos von der Ziegelei "von hinten" geschossen. Am Ortseingang von Germersheim bei der Bahnbrücke machte ich eine Pause, während dieser konnte ich einen Liegeradler sichten. Naja, in der Heimatstadt der Spezi vielleicht nicht so verwunderlich. Den Ausflug zu Haasies Radschalg habe ich mir gespart und bin gleich weiter in Richtung Römerberg, auf mein erstes Quartier zu.Schön in aller Ruhe am Rhein entlang. Nach einer längeren Pause am Deichwachhaus Mechtersheim II macht eich mich dann an das letzte heutige Teilstück.

Vor Römerberg, bei den Sportplätzen habe ich den Rheinradweg verlassen und bin in Richtung Stadt gefahren. Nach einem heftigen Anstieg (> 10%) ging es nach rechts in die Strasse, an der das (Bett+Bike) Hotel "Zum Engel" liegen sollte. Ohne weitere Probleme fand ich es. Ein wunderschönes altes Fachwerhaus. Mit Wein bewachsen, ganz toll. Gleich unter die Dusche und ein wenig ausruhen.

Donnerstag, 14. 09. 2006

Tagesübersicht
Von Römerberg Nach Hirschhorn-Ersheim
Start 8:40 Ankunft 16:00
Strecke 89,35 km Fahrzeit 5:01:14
Geschwindigkeit 17,2 km/h Höhenmeter 996 hm

Am Morgen etwa gegen 8:40 ging die Fahrt weiter. Ein kleines Stück die Hauptstrasse zurück und bei der Kirche links, steil bergab und dann auf den Rheindamm zu. Am Rheindamm wieder links und Marten war wieder "on the road again". Ich häte Manfred Mann auf dem MP3-Player mitnehmen sollen (nächstes Mal dran denken).
Gar nicht richti g losgerollt musste ich schon wieder stoppen. Die "kleine Speyrer Basis" konnte ich nicht unfotografiert links liegen lassen.
Aber danach lief es doch ordentlich weiter. Speyer konnte ich dank GPS-Routing ganz passabel durchfahren. Als die Route aber beendet war befand ich mich auf einem Schotterweg direkt am Rhein allerdings innerhalb einer Baustelle. Um mich herum Gärtnerarbeiten mit Autos und sonstigem Gefähr (und Gekrache), vor mir die Ablagdestelle von grossen schweren Steinen, welche von LKW's mit Anhängern (in nicht übermässig umsichtiger Form) herangekarrt wurden. Diese Baustelle(n) war(en) natürlich auf keiner meiner Karten verzeichnet. Sehr nachlässig! Erfreunlicherweise gabelte sich dann der Weg auch noch in drei verschiedene Wege auf. Prima, da konnte ich ja sogar zweimal den falschen Weg wählen. Da es sich um Wirtschafts- bzw. Radwege handelte konnte ich mich auch auf die Karte im GPS nicht verlassen (siehe Radtour 2005). Nunja, "Augen zu und durch", mehr als ein paar zusätzliche Kilometer (alle Wege sahen flach aus) konnte mir ja nicht passieren. Es war aber erstaunlich, ich hatte tatsächlich einen Weg gewählt, der in die richtige Richtung führte.
Die Umgebungstemperatur hielt sich zwischen 16 und 20 Grad, da liess es sich gut radeln.
Beinahe hätte ich die Abzweigung nach Otterstadt verpasst, aber gerade im rechten Moment "wachte" ich auf.:-) An Otterstadt vorbei, an einem Altrheinarm entlang ging es auf Ludwigshafen zu. Das Routing durch Ludwigshafen/Mannheim war schon aktiv. Bei Altrip dann wollte ich doch wieder einmal einen falschen Weg nehmen. Man sollte mehr auf sein GPS hören, als schönen Damen hinterherfahren.
Nunja, bemerkt und umgekehrt war ich wieder auf dem "rechten" Weg und schwupps, stehe ich vor einer Fähre. Komisch, ich konnte mich gar nicht daran erinnern, dass ich Zuhause an dieser Stelle eine Fähre eingeplant hatte. Aber meine Wegweisung war eindeutig. Schwimmen kann das Flux nicht, also musste die Fähre das vorgesehene Transportmittel sein. Am anderen Ufer ein Stück hinauf und mal wieder nach dem Weg suchen. Da wo ich lang wollte/sollte stand eine grosse Fabirk. So wie die aussah, stand sie auch schon recht lange da. Ich würde sagen, das war dann wohl ein Fehler in meinen Kartendaten. Also folge ich erstmal den offiziellen Blauschildern nach so halbwegs in die Richtung, die mir die richtige zu sein scheint. Am folgenden Kreisverkehr (eindeutig neueren Datum) wählte ich dann die Abfahrt in Richtung B38a, welche mir dann aber sehr schnell doch als unpassend erschien.
Also hinein ins Industriegebiet und schon nach kurzem Geschlängel hatte ich meine GPS-Route wieder unter den Rädern. Es ging am Rhein entlang auf Mannheim zu. Die Wegequalität in der Neckarau lässt aber doch sehr zu wünschen übrig. Aber auch das "geht" vorbei. Am Ende rolle ich in die Strassen von Mannheim hinein. Ich wähle eine Abkürzung gegenüber meiner GPS-Route, welche sich tatsächlich mal als fahrbar erweist. Okay, möglicherweise war's illegal, wie ich am Ende wieder auf meine Route zurückkam, aber als eingeschäbelter Norddeutscher komme ich in der Pfalz dann wahrscheinlich als kenntnisloser Tourist durch.
Am Wasserturm in Mannheim machte ich Mittagspause. Danach ging es weiter; ich versuchte den Neckar zu finden. Meine GPS-Route will mich mitten durch eine grosse Baustelle leiten, was den Leuten dort aber missfällt. Also aussen herum. Nach kurzem Hin und Her bin ich dann doch auf der richtigen Seite der Stadtbahn und auf dem Radweg am Neckar. Also wohlan, den Neckar hinauf. Auf Höhe Neuostheim meint mein GPS, dass die Batterien schwach werden. Also habe ich sie gewechselt. Dabei kam mir der Gedanke, dass dies in etwa die Ecke sein müsste, die ich erreicht hätte, wäre ich der B38a gefogt und hätte es einen Durchgang für mich unter der Bahn gegeben. Ausser der Aussichten am Mannheimer Wasserturm war hier eigentlich nichts gewesen, was den Ausflug sinnvoll erscheinen liesse. Ob ich aber durchgekommen wäre, weiss ich auch nicht. :-) Das GPS wieder eingeschaltet und weiter geht es.
Mittlerweile haben wir gut 430 Grad. Aber der Himmel ist weitgehend bedeckt. Die Sonne brennt nicht ganz so wie gestern.
In Edingen sause ich dann durch die Dorfstrasse. Da taucht ein Kiosk auf. Schnell erstehe ich neuen Wasservorrat. Gut gekühlt, ganz prima und lecker. Also frisch gestärkt auf Heidelberg zu.
Durch Wieblingen nach Heidelberg hinein ist echt eine Herausforderung. Schlechter linksseitiger Radweg, extrem enge Strasse, schlechte/keine Beschilderung. Naja, im Nachhinein stelle ich fest, dass ich mich eigentlich auf der anderen Neckarseite befinden sollte. Ich habe nur den Übergang bei Neckarhausen schlichtweg verpennt. Ob ich dieses Problem dem Thema "Liege"rad anlasten darf oder für dieses Versäuminis selber einstehen muss, weiss ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Nunja, wider Erwarten komme ich aber doch ganz brauchbar durch und finde das Neckarufer, dort wo die Schiffe abfahren. Ich hatte überlegt eventuell ein Stück mit dem Schiff zu fahren. Aber von denen ist keines zur Mitnahme von Liegerädern geeignet. Andere Anleger sehe ich aber nicht. Da das Flux und ich ein Team sind, fahre daher auch ich nicht mit dem Schiff, sondern mit dem Flux weiter.
Auf der "Alten Brücke" lege ich dann eine Pause ein. Danach geht es auf der rechten Neckarseite weiter. In Ziegelhausen genehmige ich mir einen Eisbecher und telefoniere mit einem Freund, der sich in einer ReHa befindet. Erfreulicherweise geht es ihm sehr gut.
So gestärkt rolle ich weiter über längere Steigen den Neckar hinauf. Vor Neckargmünd zieht sich die Strasse in einem weiten Bogen den Hang hinauf. Kurz nach der Kuppe kommen mit ein Upright und ein Liegerad entgegen. Aber aufgrund der Verkehrssituation ist nur ein kurzer Gruss möglich. Für ein Schwätzchen ist der Platz denkbar ungeeignet.
Hinter Neckargmünd an der Bahnbrücke wechsle ich wieder auf die andere Seite des Neckar. Auf der Höhe von Mechtersheim ist im Radtourenbuch eine Steigung eigezeichnet. Als ich diese erreicht habe mache ich ein paar Fotos. Eine unübersichtliche Stelle zwar, aber das Flux steht ganz passabel. Ich muss nur beim Fotografieren aufpassen, dass ich niemanden behindere. Während ich da stehe, kommt mir doch tatsächlich noch ein Liegeradfahrer entgegen. Leider war ich zu verdutzt um ihn anzuhalten.
Also fahre ich meinen Weg weiter und rolle recht langsam nach Ersheim hinein. Leicht finde ich die Bett+Bike-Pension "Burgblick" und stehe gleich danach unter der Dusche. Aaaaaaaaaaaaah!


Freitag, 15. 9. 2006

Tagesübersicht
Von Hirschhorn-Ersheim Nach Willsbach
Start 9:00 Ankunft 17:15
Strecke 79,14 km Fahrzeit 4:38:32
Geschwindigkeit 17,9 km/h Höhenmeter 1296 hm

Kurz nach 9:00 Uhr ging es wieder los. Das Thermometer meinte es seien rund 20 Grad. Bergab hatte ich das Gefühl, dass es kälter sei. Wie Alois immer sagt: "Ganz schön schattig im Schatten". im Wald wurde es dann noch kälter. Vorher hatte ich noch die Ersheimer Kapelle besichtigt, allerdings nur von aussen, da die Türe um die frühe Zeit noch geschlossen war.
Der Weg durch den Wald fand ich gut. Es stieg leicht an, aber da war ja noch eine wesentliche Steigung im Radtourenbuch angekündigt. Die kam dann auch bald auf mich zu. Hinauf über den Tunnelausgang ging es mit 12% Steigung laut Tacho. Also, die Unterquerung auf der anderen Seite des Berges hat mir eher zugesagt. Aber oben angekommen musste ich dann doch ein paar Fotos schiessen. Und weiter ging es den Neckar entlang durch den Wald. Wirklich eine wunderschöne Strecke.
Durch Pleutersbach auf Neckarwimmersbach zu. Dort wechselte ich nicht die Neckarseite, sondern blieb links. Den Ort Rockenau bemerkte ich erst am Ortsausgangsschild. Auf der Strasse (extrem wenig Verkehr) sauste ich am Neckar entlang auf Zwingenberg zu. Die Fähre sei in Betrieb, hatte der Hotelier gesagt und auch die Schilder am Wegerand waren dieser Meinung. Und tatsächlich, sie war geöffnet. Also wieder auf die rechte Seite.
Dort blieb ich gleich auf der Strasse und fuhr nach Neckargerach. Hier genehmigte ich mir einen Cappucino und ein Hörnchen. Dann ging es weiter über Mörtelstein auf Obrigheim zu. In Obrigheim galt es mal wieder die Seite zu wechseln. Über die grosse Brücke rollte ich nach Deidesheim. Dort wich ich in Hoffnung auf einen Kiosk von der Radwegführung ab und fuhr die Hauptstrasse entlang. Nach einer saftigen Steigung an einem hübschen Dorfplatz studierte ich meine Karte und überlegte, welches der richtige Weg zurück zum Neckarradweg sei. Da sprach mich eine nette hübsche Dame an und bot mir ihre Hilfe an. In klaren Worten und mit gezielten Hinweisen beschrieb sie mir den leicht verwinckelten Weg, sodass ich gut zurück fand. Somit ging es leichten Trittes auf Neckarzimmer zu.
Vor Neckarzimmer musste ich noch eine technische Pause einlegen. Ich musste die Wasserflaschen umfüllen, die Speicherkarte im Fotoapparat wechseln und auch etwas essen. Dabei begann es dann leicht zu tröpfeln.
In Neckarzimmer selbst wird dann der Radweg über ein Stauwehr geführt. Die Treppe hinauf auf den Überweg hatte es ganz schön in sich. Im Winter oder bei Regen möchte ich diesen Aufgang nicht nutzen müssen, zumindest nicht mit einem schweren Rad. Oben auf dem Überweg waren dann Drängelgitter, die das Radfahren dort verhindern sollen. Immerhin, das Flux passte (ohne mich) unten drunter hindurch, was mein Fortkommen doch sehr vereinfachte. Während ich meine Fotos schoss traf ich auf zwei Frauen, mit denen ich mich einige Zeit unterhielt; sie waren auf einer Tagestour.
Dann machte ich noch ein paar Fotos mehr und kam an den Abstieg. Hatte mir die Aufsteigstreppe schon nicht sonderlich gefallen, diese war ja noch heftiger. Nunja, frischen Mutes und mit einer gehörigen Protion Haltekraft manövrierte ich das Flux und das Gepäck auch dort hinunter. Unten gab es dann noch ein paar Fotos. Immerhin ist das eine nicht tagtägliche Art der Radwegführung.
Dann ging es weiter. In Ha´┐Żersheim wollte cih dann fast wieder einmal falsch fahren, fand dann aber doch noch rechtzeitig den richtigen Weg. In Neckarmühlbach war ich dann aber wirklich unsicher, wie der Weg weiterging. Allerdings hatte ich die Damen auf ihrer Tagestour wieder eingeholt und sie kannten den Weg. Ich konnte mich ihnen anschliessen. So gut geleitet leif es flott auf Bad Wimpfen zu. Hier nahm ich den Tipp zum Cafe im alten Bahnhof an, wo ich dann eine ausgiebige Pause machte. Die Zeit drängte mich nicht sehr, zumal es fast durchgängig leicht regnete.
Auch nach der Pause regnete es noch leicht. So fuhr ich zwischen den Regentropfen hindurch auf Neckarsulm zu. Bald wechselte der Radweg auf die Insel zwischen Neckar und Neckarkanal. So führte der Weg sehr angenehm nach Neckarsulm hinein.
Hier schaltete ich dann wieder das Routing per GPS ein, um zu meinen Freunden nach Willsbach zu gelangen. Durch die Stadt kam ich auf diese Weise leicht hindurch und fand mich bald auf dem Radweg in Richtung Weinsberg wieder. Im Vorbeiradeln schaute ich mir noch Erlenheim an und fuhr weiter auf Willsbach zu. Das Autobahnkreuz unterquerte ich ohne Schwierigkeiten. Allerdings gab es da einen Anstieg, vor dem es mich jetzt schon grauste, wenn ich an die Rückfahrt am Sonntag dachte.
Ohne weitere Irrungen fand ich nach hinein. Im Ort selbst hatte ich dann aber doch Probleme die Strasse zu finden in dem das Haus meiner Freunde lag. Aber letztlich war ich dann doch erfolgreich. Zur Begrüssung gab es Wasser und eine Dusche, herlich.

Samstag, 16. 09. 2006

Tagesübersicht
Von - Nach -
Start - Ankunft -
Strecke 10,0 km Fahrzeit 0:59:00
Geschwindigkeit 10,0 km/h Höhenmeter 1322 hm

Sonntag, 17. 9. 2006

Tagesübersicht
Von Willsbach Nach Neckargrönningen
Start 11:30/12:30 Ankunft 17:00
Strecke - /66,33 km Fahrzeit - /4:30
Geschwindigkeit - /17,0 km/h Höhenmeter - /1538 hm

Ich wachte auf, als es noch dunkel war. Da hörte ich es regnen. Ich beschloss den Regen zu ignorieren und wandte mich angenehmeren Dingen zu. Später traute ich mich dann doch einmal die Nase hinaus zu strecken. Bedeckter Himmel, nasser Boden, schwüle Luft. Aber aktuell keine Tropfen mehr, die zu Boden fallen.
Es gab ein schönes Frühstück im Kreise der Freunde und dann machte ich mich ans Packen. Schweren Herzens verliess ich meine Freunde in Willsbach. Ich fuhr zum Bahnhof hinauf. Da ich noch eine Begleitung hatte, konnte ich mir problemlos meine Fahrkarte ziehen. Fahrräder werden an Sonn- und Feiertagen in dem Verkehrsverbund kostenlos befördert. Eine Eigenart, die ich nur befürworten kann.
Gemeinsam warteten wir, bis die Stadtbahn einrollte und ab ging es. Die Stadtbahn verabschiedete mich freundlich am Hauptbahnhof, wo ich feststellte, dass ich auf meiner Route bis zum Rathaus (zwei Stationen früher) zurück musste. Aber da dort kein hoher Bahnsteig war, hätte ich mein Flux kaum aus der Stadtbahn heraus bekommen.
Vorbei ging es also am Weindorf (wir sehen uns im nächsten Jahr wohl wieder), in dem sich die ersten Weinliebhaber bereits wieder versammelten. Weiter in die Innenstadt von Heilbronn und hindurch. Auf den Neckar zu und den Radweg hinauf. Der Weg liess sich sehr gut fahren. Ich hatte die Route auf der rechten Neckarseite gewählt. Also ging es hinein in das wunderschöne Naturschutzgebiet. Zu Beginn desselben hatte ich allerdings Probleme den Weg zu finden. Im Radtourenbuch war der Weg als unbefestigt ausgewiesen. Also wählte ich den Weg mit der unbefestigten Oberfläche. Aber der wurde sehr schnell sehr schlecht. Bei ein paar Anglern hielt ich an und erkundigte mich. Dabei habe ich erfahren, dass ich bei "dem grossen Baum da vorne" nach links auf den Radweg zurück kann. Es führt zwar ein Weg direkt am Neckar entlang, aber Weiterfahren wird da infolge des Naturschutzgebietes gar nicht gerne gesehen. Also fuhr ich bis zu "dem grossen Baum da vorne" und bog dann entsprechend ab. Der Weg wurde, wie angekündigt, noch schlechter, aber letztlich kam ich ohne Probleme hindurch. Immerhin stärkte dieser Weg mein Selbstbewusstsein im Umgang mit schlechten Wegstrecken unter meinem Flux. Am Radweg folgte ich diesem und wurde auch bald mit einer guten Oberfläche belohnt, auf der das Rad nur so dahin glitt. Allerdings nicht sehr lang, dann machte der Weg einen kleinen Schwenk und danach gab es dann kleinen Schotter vom Feinsten. Naja, immerhin bin ich auf dem richtigen Weg und die Oberfläche des Weges passt zur Kennzeichnung im Radtourenbuch.
Trotz des Untergrundes flott lief das Flux auf Lauffen am Neckar zu. Kurz vor Lauffen ging es durch ein Zementwerk hindurch. Ich finde es gut, dass man da durch darf. Ein Umfahren hätte eines sehr starken Anstieges bedurft.
In Lauffen selbst hatte ich dann mal wieder leichte Orientierungsprobleme, fand meinen Weg dann aber doch recht schnell und ohne einen Umweg zu wählen. Ab Lauffen wollte ich die "flache" Strcke am Neckarufer wählen, aber leider gab es hier eine Motorbootsportveranstaltung. Das hiess, im Rahmen des "Sports" werden grosse Mengen Abgase produziert und ich musste den Weg mit dem Anstieg wählen, da der Uferweg gesperrt worden war.
Naja, ich strampelte hinauf und glitt oben zwischen Weintrauben und einem Wäldchen hindurch. Hinter dem Wäldchen geht ein Weg wieder auf den Neckar zu. In der Hoffnung, dass der gesperrte Abschnitt bereits hinter mir liegt, wand ich mich wieder dem Flussufer zu. Und richtig, ich konnte den Weg direkt am Fluss unter die Räder nehmen, die Veranstaltung lag hinter mir. Leider machten die deutlich riechbaren Abgase das Atmen nicht unbedingt leichter. Daher sah ich zu, dass ich schnell Raum zwischen mich und Lauffen brachte.
Ein kleines Stück den Weg hinab kam ein Radler längsseits und fragte nach dem Woher und Wohin. Ich gab bereitwillit Auskunft und er erzählte mir, dass ere zwei kanadische Radler im Schlepp hatte, die er nach Kirchheim begleiten würde und ob ich mich vielleicht von dort an der Beiden annehmen könnte. Ich stimmte zu und so fuhren wir gemeinsam zu viert weiter.
Der Radler war ein exzellenter Wegweise und geleitete uns dann doch ganz bin Walheim. So erreichten wir diesen Ort ohne Probleme in kurzer Zeit.
In Walheim gab es dann eine herzliche Verabschiedung und wir machten uns zu dritt auf den weiteren Weg. Hinter Besigheim, auf Höhe der Felsengärten legen wir dann eine Pause zum Lunch ein. Für mich gab es Müsliriegel mit Wasser, für Greg und Pauline Nutellabrot, Obst und Wasser.
Danach ging es dann wieder weiter auf Hesigheim zu. Vor dem Ortseingang ging es stramm bergan, was sowohl Greg als auch Pauline aber keine Schwierigkeiten bereitete. Also, wenn man so eine Kondition braucht um in Toronto Rad zu fahren, dann bleibe ich wohl lieber in Deutschland.
Wir glitten in den Ort hinein. Die ganze Dorfstrasse entlang waren Stände mit frischem Obst bzw. Gemüse und mit Kanistern mit frischem Wein...
Vor der Brücke in Richtung Scheyerhof diskutierten wir die weitere Strecke nach Mundelsheim, da wir eigentlich den unbefestigten aber flachen Weg am Ufer nehmen wollten. Da tauchte eine Familie aus Mundelsheim auf, die uns sogleich anbot uns den entsprechenden Weg zu zeigen. So fuhren wir zu siebent auf Mundelsheim zu. Kurz vor Mundelsheim verabschiedete sich die Familie und wir fuhren weiter auf der Strasse auf Pleidelsheim zu. Eigentlich hatte ichgeplant in Pleidelsheim oder Freiberg zu übernachten, aber es war noch vergleichsweise früh und die Räder liefen gut. So fuhren wir weiter.
Anstatt gemäss dem Radtourenbuch die Neckarseite zu wechseln fuhren wir direkt auf Beihingen zu. Hier wollten wir vor dem Neckar wieder von der Strasse auf den Radweg wechseln. Doch am Anstieg zur Überquerung der A81 liess Greg mich gut hinter sich und sauste gleich auf Beihingen zu. Schwupps über den Neckar und weiter hinunter.Vor der zweiten Brücke beratschlagten wir dann, wie wir weiter vorankommen wollten. Den Hang zur ersten Neckarbrücke woltle eigentlich keiner wieder hinauf. So beschlossen wir, der L1138 zu folgen, die direkt nach Benningen führen sollte. Blöderweise hielt ich die Karte nicht in Fahrtrichtung und so liessen wir uns von den Radwegschildern direkt hinter der zweiten Neckarbrücke verwirren und ich führte uns die L1138 den ganzen Hang hinauf in Richtung Monrepos, ein sehr dummer Fehler!
Kurz vor der Berührung mit der Autobahn bemerkte ich dann meinen Fehler und wir kehrten um. Naja, so ging es recht flott den Hand hinab. Noch ein kleiner Verfahrer und wir hatten die richtige Strecke unter den Rädern. In Benningen selbst fanden wir dann den Radweg wieder und glitten über eine wenig befahrene Strasse auf Ludwigsburg zu. So kamen wir zwischen Weinbergen hindurch und an Weingärten vorbei an Hoheneck entlang und passierten problemlos Ludwigsburg.
Ich fragte immer wieder nach Campingplätzen, aber die Leut kannten immer nur den Platz bei Bad Cannstatt. So gab es für Greg und Pauline nur diese Möglichkeit. Bei Neckargrönningen habe ich mich dann von ihnen verabschiedet und mit ein Quartier im (Bett+Bike) Gästehaus Löckle gesucht. Auch dieses ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Montag, 18. 9. 2006

Tagesübersicht
Von Neckargrönningen Nach Ulm
Start 7:45 Ankunft 14:00
Strecke 53,70 km Fahrzeit 3:09:31
Geschwindigkeit 17,0 km/h Höhenmeter -

Gegen 7:45 startete ich, nachdem es noch ein wenig Verwirrung um das Frühstück gegeben hatte. In Neckargrönningen fotografierte ich noch schnell die glasgedeckten Brücken und suchte mir dann den Weg in Richtung Stuttgart und hurtig lief das Flux den Weg entlang. Der Himmel war bedeckt, die Temperatur lag so
um die 18 Grad. Ich näherte mich dann Bad Cannstatt, die Cannstatter Wasen befand sich gerade im Aufbau und gleich hinter dem Festplatz war dann auch der Campingplatz, den Greg und Pauline gestern gesucht hatten.

Die beiden konnte ich nicht entdecken, vermutlich waren sie schon weiter gefahren, da sie ja heute noch nach Tübingen mussten, da dort ja der nächte Campingplatz liegt.

Ich fuhr also weiter nach Stuttgart rein. Stuttgart ist ja bei den Autofahrern nicht besonders bliebt, bei den Radlern aber mit Sicherheit auch nicht. Ob nun die Wege abseits der Strassen, welche sich durch vielfältige unterschiedliche Oberflächen auszeichneten oder die direkt an/auf den Strassen, welche sich durch nicht vorhandene Berücksichtigungen für Radler im Hinblick auf die Wegweisung profilierten. Allesamt haben sie mir nicht gefallen. Schnell versuchte ich nach Esslingen durch zu kommen. Was mir dann auch mehr oder weniger leidlich gelang.

Hinter Esslingen fuhr ich dann auf Plochingen zu. Hier fand ich ganz brauchbar hindurch und konnte schon bald den Zusammenfluss von Neckar und Fils bewundern. Nach ein paar Fotos ging es dann ins Filstal hinein, leider wurde das Wetter schlechter. Naja, noch war es zumindest weitgehend trocken.

Ausser dem Ausdruck der Radwweit Karte hatte ich nun nichts mehr an Kartenmaterial und meine Erfahrung aus verschiedenen Autofahren halfen mir auch nicht weiter. So fuhr ich dann halbwegs zielgerichtet das Filstal entlang. Die Filstalroute (so man denn die zugehörigen Schilder findet) ist gar nicht mal so schlecht, aber nach Ebersbach hinein begann es dann zu regnen. :-( Leider nahm der Regen zu und nicht ab. Kurz vor dem Ortsausgang goss es so stark, dass meine Beine von unten durch das Spritzwasser nass wurden. Ich hielt an und presste mich an ein Garagentor. Die zugehörige Traufkante liess den Regen gerade eben neben meiner Packtasche hinunter tropfen. So wartete ich darauf, dass es ein wenig schwächer regnete.
Der Zeitpunkt kam und ich machte mich zurück in den Ort, zu einem Metzger, den ich auf der Hinfahr gesehen hatte. Dort genehmigte ich mir zu Stärkung erst einmal einen Leberkäswecken und Zitroneneistee. Danach blickte mich die Welt war etwas freundlicher an, der Himmel war aber immer noch dunkel. Ich entschloss mich, den Zug nach Hause zu nehmen. In einer Regenpause fuhr ich dann auf dem Bahnhof zu. Dort gibt es eine Unterführung unter den Gleisen, der Zugang war aber extrem radfahrerunfreeundlich gebaut. Okay, immerhin, ich kam einigermassen unter an. Ich schob durch die Unterführung, da war ein Schild, zu den Zügen. Also wieder alles abgepackt und das Flux hinauf getragen. Oben angekommen, musste ich feststellen, dass der Fahrscheinautomat kaputt war und an der Internetkiste gab es natürlich keine Fahrradkarten. :-(

Nach eingem Hin und Her spuckte die Internetkiste aber zumindest einen Fahrplan nach Beimerstetten aus. Prima, es gibt einen durchgehenden Zug in gut einer halben Stunde. Während ich so grübelte, wie ich nun an Fahr- und Fahrradkarte komme, tauchte ein freundlicher Mann auf, der den danebenstehehnden Automaten reparieren wollte. In einem kleinen Pläuschen erfahre ich, dass ich ohnehin falsch stünde. An dem Bahnsteig hält der Zug in Richtung Ulm gar nicht. Ja, die Beschilderung emfpindet er auch als missverständlich. :-( Also wieder alles abpacken und das Flux hinunter ragen. Am anderen Ende wieder rauf schieben,
was dank der seltsamen Konstrukion dort auch so eine Sache ist. Vielleicht hätte ich das Flux besser tragen sollen.

Oben bekomme ich aus dem dortigen Automaten dann sowohl eine Fahrradkarte, als auch eine Fahrkarte und warte (/halbwegs zufrieden) auf den Zug. Es kommt eine Durchsage, er hat fünf Minuten Verspätung. Die fünf Minuten sind dann letztlich sogar zwölf Minunten, aber was soll, immerhin kommt er ja tatsächlich.
Das Flux in das Fahrradabteil gewuchtet und die Packtaschen hinterher geworfen und weiter geht die Reise.

Oben in Amstetten ist alles trocken. Sollte der Regen am Hang hängen geblieben sein? In Westerstetten weiss ich es besser und suchte hektische meine Regenjacke. Nunja, der Zielbahnhof kommt näher und ich mache mich zum Aussteigen bereit. Der Zug hält, ich bringe die Packtaschen raus, hebel danach das Flux aus dem Waggon und stehe da im Regen. Der Zug fährt ab, während ich mein Gepäck wieder auflade. Am Bahanhofsgebäude ruft ein Mann, der sich nicht in den Regen traut irgend etwas, das ich nicht verstehe. Blöderweise war der Waggon am vorderen Ende des Zuges, so muss ich jetzt den langen Banhsteig entlang schieben.
Fahren darf man hier bestimmt nicht.
Ich komme zu dem Übergang, der Typ mit der zu leisen Stimme raunzt micht an, dass ich zusehen soll, dass ich vom Bahnsteig komme. Solange ich da drauf bin, darf er die anderen Züge nicht ruchlassen. Na Klasse, ein Hinweis über diese Sachlage hätte mich sicherlich ein wenig beschleunigt, aber Hinweise dieser Art sind dort am Bahnhof nicht zu sehen. Überhaupt lässt mich die Wortwahl des Mannes vorübergehend darüber nachdenken eine Anzeige zu machen, mindestens eines dieser Worte war mir neu, andere zumindest nicht geläufig. Aber was soll's wahrscheinlich hat er auch ziemlich Hektik und das Wetter dürfte auch ihm nicht zuträglich sein.
So vertreibe ich die Gedanken aus meinem Kopf und mache mich auf dem Weg von Beimerstetten nach Jungingen. Den ich dann auch in strömendem Regen zurück lege. Gut durchnässt komme ich dann gegen 14 Uhr Zuhause an.