Trier - Koblenz - Wesel

Auch 2007 wollte ich wieder eine Radtour unternehmen. Erste Planungen beliefen sich auf die Strecke Ulm - Edewecht, aber infolge klarerer Finanzplanungen reduzierte es sich dann auf Trier -Edewecht, wobei ich einen guten Teil der Strecke von 2005 erneut abfahren wollte. Während der letzten Tage der Vorbereitung und der ersten Fahrtage traten dann noch weitere Verschiebungen privater Termine auf, welche letztlich darin resultierten, dass ich dann nur von Trier nach Wesel fahren konnte. Da dieses aber der (in meinen Augen) landschaftliche schönere Anteil der Gesamtstrecke war, empfand ich dies nicht als nachteilig.

Mittwoch 29. 8. 2007 - Anreise nach Trier

Daten

Startzeitpunkt7:45 Stopzeitpunkt17:15
Zeit unterwegs9:30 Tagesfahrzeit0:26
Tagesstrecke2 km
Durchschnitt für Tag Durchschnitt5,0 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf Tagesshöhenmeter hinunter
Differenz Tagesshöhenmeter
Minimaltemperatur15 Maximaltemperatur25

Tagesablauf

Natürlich wachte ich zur üblichen Zeit (5:30) auf, solange hatte ich noch nicht Urlaub, dass ich mich vom bisher üblichen Tagesablauf schon erholt hatte. Draussen regnete es nicht (drinnen auch nicht!), allerdings war für unseren Bereich (Ulm) eine Starkregenwarnung ausgegeben worden. Ich lag noch bei offenem Fenster im Bett, da hörte ich dann das Geräusch, welches ich eigentlich nicht hören wollte. Es begann zu regnen. :-(
Leider regnete es stark und stärker. An eine halbwegs trockene Fahrt zum Bahnhof war nicht zu denken. Ich musste umdisponieren. Zum Glück hatte meine Freundin Zeit und ist im Besitze eines ausreichend grossen Autos. So wollte sie mich und mein Flux gegen 7:45 Uhr abholen und zum Bahnhof bringen. Nach Festlegung dieser Änderung liess der Regen nach und kurz vor 7:45 konnte ich das Foto vom reisefertigen Flux ohne Feuchtigkeitsgefahr für die Kamera schiessen.
reisefertiges Flux in Jungingen
reisefertiges Flux in Jungingen

Vorher Verabschiedung vom verbliebenen Rest meiner Familie (mein Sohn war bereits zur Arbeit) und dann ging es los. Nach dem Auspacken aus dem Auto machte ich dann ein Foto von dem transportaufbereiteten Flux.
transportaufbereitetes Flux in Tiefgarage
transportaufbereitetes Flux in Tiefgarage

Am Bahnhof kaufte ich ein paar Käsebrötchen für unterwegs, sowie Latte Macciato für sogleich. Nach dem Genuss des Kaffees machten wir uns auf den Weg zum Bahnsteig. Infolge der Verbindung der Bahnsteige in Ulm durch den Tunnel, welcher früher für die Gepäckkarren verwendet wurde, liess sich der Abfahrtbahnsteig auch mit dem Fahrrad hervorragend erreichen. Bald darauf kam dann auch der IRE mit dem ich nach Stuttgart fahren wollte. Ich lud das Flux hinein, dann gab es noch schnell zwei Abschiedsfotos.
Ina auf dem Bahnsteig
Ina auf dem Bahnsteig
Marten im Zug
Marten im Zug

Schon bald fuhr der Zug an. Im Fahrradabteil hatte mein Flux ausreichend Platz und niemand lief Gefahr sich am dem Kettenblatt schmutzig zu machen.
Flux im Bahnabteil
Flux im Bahnabteil

Die Fahrt selbst verlief problemlos und infolge ausreichender Zeit gab es auch keine Probleme beim Aussteigen. In aller Ruhe suchte ich meinen Bahnsteig, fand den Wagenstandsanzeiger, setze mich fahrradwaggonmässig günstig und wartete auf die Bereitstellung des IC, der mein Flux und mich nach Koblenz bringen sollte. Nach Ablauf der Wartezeit stand dann auch der Zug bereit. Ich hievte mein Flux hinein. Wie da ein Tandem durch passen sollte (denn die Dame beim Fahrkartenverkauf hatte wegen des Liegerades einen Zug für Tandems herausgesucht) weiss ich wirklich nicht.
Kurz danach kam eine Dame mit ihrem Rad angeschoben. Ich half beim Einsteigen. Nicht lange danach kamen noch zwei Männer jeweils mit einem Fahrrad an den Waggon. Auch hier gab ich Handreichung, eine nette Abwechslung nach der langen Wartezeit. Während der Fahrt führte ich eine nette Unterhaltung mit der radfahrenden Dame. Sie war auf dem Rückweg nach Recklingshausen, nachdem sie ein paar Tage mit Freunden den Neckar entlang gefahren war.
Leider hatte der Zug dann in Koblenz infolge von signalstörungen gut 10 Minuten Verspätung. Es war aber noch ausreichend, aber ich sah mich doch zur Eile gedrängt. Leider gab es an den Koblenzer Bahnsteigen weder Fahrstuhl noch einen Gepäckkarrentunnel. Ich musste das Flux und das Gepäck die Treppe heruntertragen. Naja, alternativ hätte ich auch die Rolltreppe nehmen können, aber dann hätte ich das Gepäck bzw. das Flux ja noch länger allein lassen müssen. So hetzte ich lieber die Treppe runter und wieder rauf. Dann am anderen Bahnsteig dasselbe Spielchen in der anderen Reihenfolge. Aber immerhin stand ich dann oben am Bahnsteig. Der Wagenstandsanzeiger am Gleis 8 gab aber leider keinerlei Hinweis darauf, wo denn der Waggon für die Fahrräder ungefähr stehen würde. Natürlich am Ende des Zuges, aber wo ungefähr dieses Ende sein würde liess sich nicht so leicht ableiten. So ergab sich dann beim Einlaufen des Zuges ein Spurt inklusive des Fluxes über den Bahnsteig. Immerhin hatten wir ja auch schon 25° im Schatten erreicht. Zusammen mit mir liefen auch vier Radler aus Bremen (gut erkennbar an der Werder-Bremen-Fahne an einem der Räder) auf den Waggon zu. Gemeinsam hievten wir die fünf Räder in den Waggon und setzten uns dann auch gemeinsam in das nächstliegende Abteil. Sie waren auf dem Wege nach Cochem und wollten dann von dort nach Trier radeln. Mal sehen, vielleicht treffen wir ja wieder aufeinander. In Cochem half ich dann beim Aussteigen und fuhr dann allein weiter. Bald war ich in Trier angekommen und stieg aus. Ein junger Mann war mir beim Ausladen des Flux behilflich. Auf dem Trierer Bahnhof hatte ich kein Problem den Ausgang zu erreichen. Der Bahnsteig liess sich durch einen kleinen Durchgang erreichen. Vor dem Bahnhof bepackte ich das Flux dann fahrfertig, richtete das GPS ein und fuhr dann los.
Der Verkehr in Trier am Abend ist schon ziemlich stark und übersichtlich finde ich die Verkehrsführung auch nicht gerade. So landete ich dann auf der falschen Strassenseite, auf der es keinen Zweirichtungsradweg gab. Aber immerhin kann man ein Rad ja auch schieben. So erreichte ich dann doch "Hilles Hostel", in welchem ich die erste Nacht verbringen wollte. Hier verlief alles wunschgemäss und schon bald machte ich mich zu Fuss auf in die Trierer Innenstadt. Auch die Kaiserthermen wollte ich wiedersehen. Leider hatten diese schon geschlossen, so schoss ich ein paar Fotos von ausserhalb und auch ein paar Fotos vom Schloss und dem Dom.
Das Schloss
Das Schloss
Die Kaiserthermen am südlichen Ende
Die Kaiserthermen am südlichen Ende
Die Kaiserthermen von der Mitte
Die Kaiserthermen von der Mitte
Eingang des Doms
Eingang des Doms
Turm des Doms
Turm des Doms

Dann machte ich mich auf den Weg zur Porta Nigra, die für mich den Inbegriff des Trierbesuches darstellt. Natürlich gab es auch davon ein paar Fotos. Auch die Beschaffung einer Einbildpostkarte für meine Tochter erfolgte bei diesem Spaziergang.
Porta Nigra von Süden
Porta Nigra von Süden
Porta Nigra von Nordosten
Porta Nigra von Nordosten

Am Marktplatz bekam ich etwas zu essen und fand auch einen Stand von einem örtlichen Winzer, der seinen Wein anbot. An diesem Weinstand traf ich auf einen Radler, der von Trier oder von Metz aus nach Koblenz radeln wollte. Als er sich auf den Weg zum Finden einer Unterkunft machte studierte ich meinen Radwegeführer und lernte kurz darauf eine Friseurmeisterin namens Conny und einen Tänzer namens Pasca kennen. Wir führten eine sehr angenehme Unterhaltung. Zum Abschluss zeigte mir Conny noch den berühmten Brunnen am Marktplatz mit seiner Darstellung der Tugenden, sowie der Untugenden. Die Fotos davon sind leider nichts geworden. Ob das am guten Wein des Winzers oder dem doch schon sehr schwachen Licht lag, überlasse ich dem Leser zu Entscheidung.

Donnerstag 30. 8. 2007 - Von Trier nach Zell (Mosel)

Daten

Startzeitpunkt7:13 Stopzeitpunkt15:45
Zeit unterwegs8:32 Tagesfahrzeit5:45
Tagesstrecke111 km
Durchschnitt für Tag13,0 km/h Durchschnitt19,2 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf156 m Tagesshöhenmeter hinunter183 m
Differenz Tagesshöhenmeter-27 m
Minimaltemperatur8 Maximaltemperatur30

Tagesablauf

Nachdem ich das Thema frühe Abreise in Hilles Hostel bereits am Vorabend geklärt hatte, konnte ich gleich nach dem Aufstehen mit dem Packen beginnen. So startete ich dann um 7:13 bei nicht ganz 8 Grad Celsius. So schlängelte ich mich durch den Verkehr hin zur Porta Nigra. Den Weg hatte ich ja schon am Vortag ausgekundschaftet. Ich rollte auf das Tor zu und dann hindurch. Danach links um die Ecke auf die Mosel zu. Langsam (und ein wenig unsicher) aber doch zielstrebig näherte ich mich dem Fluss und konnte dann an der Kaiser-Wilhelm-Brücke an den Moselradweg hinunter zum Ufer gelangen. Schilder für den Moselradweg sah ich zwar keine, aber solange der Radweg am Ufer verlief war das Finden der richtigen Richtung gar nicht so schwierig. Leider bog er aber schon bald ab und ich musste mich durch Strassen in Orten und Industriegebieten kämpfen. Allerdings gelang es mir doch immer die Mosel wieder zu finden. Naja, wenn man nicht die Steigungsstrecken hochfährt, kann man ja nur wieder auf die Mosel stossen. Bald schoss ich ein paar erste Fotos von der Mosel.
Die Mosel am frühen Morgen etwa auf Höhe Longuich
Die Mosel am frühen Morgen etwa auf Höhe Longuich
Die Mosel kurz vor Pölich
Die Mosel kurz vor Pölich

Gemein fand ich die Unart den Radweg immer mal wieder vom Ufer abkehren zu lassen und zwar in der Weise, dass hinter einer (zumeist nicht einsehbaren Stelle, Hecke, Haus, etc.) der Radweg eine scharfe Kurve machte und dann mit starker Steiung hinauf zur Uferstrasse führte, nur um dann gleich wieder hinunter zu führen. Dank der folgenden ebenfalls scharfen Kurve liess sich aber auch der Schwung nicht auswerten.
Kurz vor Minheim an der Moselloreley machte ich Pause und verzehrte mein erstes Brötchen, zwei hatte ich mir in Neumagen-Dhron gekauft. Ich entschied mich auf dieser Seite der Mosel zu bleiben, obwohl seit Dormagen-Dhron die Bundesstrasse auch auf dieser Seite der Mosel verlief.
Das Flux bei der ersten Pause
Das Flux bei der ersten Pause
Die Moselloreley
Die Moselloreley
Weinbau an der Moselloreley
Weinbau an der Moselloreley

So radelte ich weiter in Richtung auf Koblenz zu. Ich kam an Bernkastel-Kues vorbei und radelte fröhlich weiter. Etwa zwei Stunden nach meiner ersten Pause war es dann Zeit für eine Zweite, da mein Telefon klingelte und Zuhause sich nach meinem Befinden erkundigen wollte. Ich genoss die Sonne an der Mosel und war mit meinem Urlaub durchaus zufrieden.
Pause hinter Erden auf Ürzig geblickt
Pause hinter Erden auf Ürzig geblickt
Pause hinter Erden auf Lösnich geblickt
Pause hinter Erden auf Lösnich geblickt
Das Flux bei der zweiten Pause
Das Flux bei der zweiten Pause

In Enkirch stimmte dann die Darstellung des Radweges nicht mit der realen Streckenführung überein. Zudem war der Festplatz auch noch mit einem Markt belegt (was den Blick auf weitere Radwegwegweiser erfolgreich versperrte. So stand ich zunächst etwas ratlos herum und beschloss dann mir ein leckeres Vanilleeis zu genehmigen. Danach würde ich sicherlich die richtige Entscheidung treffen können. Dies stimmte auch insofern, als ein einheimischer Radler wohl das unentschlossene Umherblicken kannte und mir den rechten Weg wies.
Somit ging es weiter und auf Höhe der Marienburg gönnte ich mir eine dritte Pause, der das zweite Brötchen zum Opfer fiel.
Dritte Pause bei Püderich
Dritte Pause bei Püderich
Weinbau an den Moselhängen bei Pünderich
Weinbau an den Moselhängen bei Pünderich
Die Marienburg
Die Marienburg
Das Flux bei der dritten Pause
Das Flux bei der dritten Pause

Später kam ich dann nach Zell (Mosel) hinein. Dies war das optimistische Ziel für meinen ersten Tag gewesen. Recht zufrieden suchte ich mir eine Unterkunft, welche ich im Weingut Hallenbach fand. Mein erster Tag endete damit gegen 17 Uhr, wie üblich unter einer Dusche.
Eindrücke von Zell(Mosel) 1
Eindrücke von Zell(Mosel) 1
Eindrücke von Zell(Mosel) 2
Eindrücke von Zell(Mosel) 2
Eindrücke von Zell(Mosel) 3
Eindrücke von Zell(Mosel) 3
Eindrücke von Zell(Mosel) 4
Eindrücke von Zell(Mosel) 4
Eindrücke von Zell(Mosel) 5
Eindrücke von Zell(Mosel) 5
Eindrücke von Zell(Mosel) 6
Eindrücke von Zell(Mosel) 6
Eindrücke von Zell(Mosel) 7
Eindrücke von Zell(Mosel) 7

Freitag 31. 8. 2007 - Von Zell (Mosel) nach Alken

Daten

Startzeitpunkt8:06 Stopzeitpunkt13:15
Zeit unterwegs5:09 Tagesfahrzeit3:25
Tagesstrecke67 km
Durchschnitt für Tag13,0 km/h Durchschnitt19,6 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf60 m Tagesshöhenmeter hinunter78 m
Differenz Tagesshöhenmeter-18 m
Minimaltemperatur15 Maximaltemperatur25

Tagesablauf

Nach dem Aufstehen begutachtete ich als erstes das Wetter: Bedeckt! Naja, erstmal frühstücken. Das Frühstück war Klasse. Allerdings musste ich mich zurückhalten, sonst wäre die Fahrt doch beschwerlich geworden. Danach machte ich meine Wasserflaschen fertig und packte Alles wieder aufs Rad. Dann zum Bezahlen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass es 17 Grad Celsius hatte. Es war aber trotzdem auch recht schwül. Dann öffnete Herr Hallenbach mir das Garagentor und ich sah, dass es nieselte. So startete ich gegen 8:06 dann bei Nieselregen. :-( Naja, frisch ans Werk, so schlimm ist es nicht.
Der Gastwirt hatte mir den Radweg nach Bullay als "nicht so gut" beschrieben, wegen des Verbundsteinpflasters, Dank der Federung des Flux war es aber eigentlich kein Problem. Der Niederschlag wurde aber schlimmer. Nicht lange nach dem Start begann es stärker zu regnen und vor einem stärkeren Schwall konnte ich mich unter die Bahnbrücke vor Bullay retten.
Nieselregen an der Mosel
Nieselregen an der Mosel
Pause wegen stärkerem Regen
Pause wegen stärkerem Regen
Das Flux bei der Pause unter der Eisenbahnbrücke
Das Flux bei der Pause unter der Eisenbahnbrücke
Pause unter der Eisenbahnbrücke
Pause unter der Eisenbahnbrücke
Weiter geht es...
Weiter geht es...

So verbrachte ich die Wartezeit mit Telefonieren und Fotografieren. Kurz bevor ich weiterfahren wollte kam ein älteres Ehepaar des Weges, die in Regenklamotten dem Regen trotzten. Gegen Ende des Weges am Wasser hatte ich die Beiden eingeholt. Dort war die Radwegführung dann nicht eindeutig und gemeinsam beratschlagten wir, wie der Weg wohl laufen könnte und wie man weiter kommt. Wir entschieden uns dafür, dass die Strasse der beste Weg sei und so setzten wir die Fahrt fort in Richtung Neef. Auf der Strasse liess ich die Beiden bald hinter mir und fuhr durch Neef hindurch. Am Ortsausgang konnte mal wieder die Moselseite gewechselt werden. Aber ich wollte eigentlich die Klosterruine Stuben ansehen. So rollte ich weiter auf die Moselkehre zu. Leider begann es wieder zu regnen, so hatte ich dann bei der doch keine Lust durch den Matsch zu waten. Kurz vor der Klosterruine begann die im Bikeline-Buch als "nicht asphaltierte" Oberfläche beschriebene Wegstrecke. Soweit ist dies auch korrekt, allerdings war diese Strecke zumindest bei dem feuchten Wetter sehr schlecht befahrbar. Der Weg ist häufig sehr rutschig und an vielen Stellen matschig. Auch Stellen an denen der Weg zur Seite hin abfiel traten des öfteren auf, was besonders an den hoch gelegenen Stellen doch ein wenig beängstigend war. Somit möchte ich bei feutchtem Wetter von dieser Strecke abraten. Dennoch brachte ich die Strecke mit viel Konzentration und einer gehörigen Portion Glück ohne einen Stop (oder Schlimmeres) hinter mich. Vor Senheim bekam ich dann wieder vernünftigen Untergrund unter die Räder.
Eigentlich hoffte ich mir unterwegs mal wieder Käsebrötchen zulegen zu können, aber leider kam kein Bäcker des Weges. So rollte ich weiter. Bei Mesenich überholte ich wieder das ältere Ehepaar. Der Mann meinte, er hätte mich auf der anderen Seite der Mosel gesehen (sie hattennämlich bei Neef die Seite gewechselt) und vermutet, dass ich eine modernere Karte hätte als er. Ich klärte ihn aber darüber auf, dass es nur meine falsche Entscheidung gewesen war.
Dann sauste ich wieder davon. Hinter Bruttig-Fankel hatte ich wieder die Gelegenheit die Moselseite zu wechseln, aber aus "historischen" Gründen wollte ich auf der rechten Moselseite nach Cochem fahren. Somit blieb es einfach bei ein paar Fotos und weiter ging der Weg, in der Hoffnung nicht wieder eine falsche Entscheidung gefällt zu haben.
Blick zurück auf Bruttig-Fankel
Blick zurück auf Bruttig-Fankel
Das Flux auf dem Weg in Richtung Cochem
Das Flux auf dem Weg in Richtung Cochem

In diesem Falle war es aber die richtige Entscheidung gewesen, denn knapp vier Kilometer weiter begegneten mir die vier Bremer Radfahrer aus der Bahn wieder. Deutlich an der Werder-Bremen-Fahne an einem der Räder zu erkennen kamen sie mir auf der anderen Strassenseite entgegen. Heftiges Winken und "gute Reise"-Wünsche über die Strasse und wir waren aneinander vorbei. Ich fuhr weiter in Richtung Cond. Kurz vor Cond war dann natürlich wieder Zeit für einen Fototermin. Burg Cochem konnte ich mir schliesslich nicht entgehen lassen.
Burg Cochem oberhalb der Mosel
Burg Cochem oberhalb der Mosel
Burg Cochem
Burg Cochem
Die Häuser unterhalb der Burg Cochem
Die Häuser unterhalb der Burg Cochem

In Cond arbeitete ich mich dann auf die Höhe der Brücke hinauf und fuhr nach Cochem hinüber Das Flux lief von der Brücke hinunter und ich bog gleich danach auf den Bushalteplatz ab. Ich fuhr hinüber und auf die Promenade. Ein Stück des Weges legte ich dann noch eine Fotopause ein. Ich hatte mir überlegt, ob ich auch bei diesem Besuch in Cochem eine Pizza gönnen sollte. Aber vermutlich wäre die auch dieses Mal nicht so toll gewesen, somit liess ich das Unterfangen sein.
Blick zurück auf die Moselbrücke in Cochem
Blick zurück auf die Moselbrücke in Cochem
Das Flux mit Strassenwegweiser in Cochem
Das Flux mit Strassenwegweiser in Cochem
Fahrradwegweiser in Cochem (das Flux steht darunter)
Fahrradwegweiser in Cochem (das Flux steht darunter)
Eine Aufnahme der Kirche in Cond
Eine Aufnahme der Kirche in Cond

Also ging der Weg weiter. In Klotten ging mir dann der Autoverkehr auf die Nerven, da ich an der Bundesstrasse entlang fuhr. Ich wollte wieder auf die andere Seite der Mosel. Dort sollte ein Weg durch das Naturschutzgebiet sein. Er war zwar als "nicht asphaltiert" im Bikeline-Buch ausgewiesen, aber ich wollte mein Glück noch einmal versuchen. Somit stellte ich mich am Fähranleger auf und wartete auf die Fähre. Bald kam sie herübergetuckert und legte an. Ich schob das Flux auf die Fähre, da fragte mich der Fährmann, wo ich denn hinwolle. Ich antwortete, dass ich nach Treis-Karden möchte. Daraufhin meinte er, dass sei mit einem Fahrrad sehr schlecht. Selbst für einen Wanderer sei es recht beschwerlich den Weg zu nutzen. Da ich keine Lust auf ein erneutes Abenteuer und matschige Wege hatte, blieb ich dann halt doch auf der Autoseite der Mosel und fuhr weiter in Richtung Pommern. Da ich immer noch keine Käsebrötchen aufgetrieben hatte, machte ich in Pommern an einer Imbissbude einen Halt und gönnte mir ein Mittagessen.
In Treis-Karden wechselte ich dann aber doch wieder auf die rechte Moselseite. Hier waren nun auf beiden Seiten der Mosel Bundesstrassen. Aber immerhin erschien mir die rechte Moselseite weniger befahren. Zwischen Brodenbach und Alken legte ich dann eine Zwangspause ein, da das GPS nach neuen Batterien verlangte. Immerhin, die alten Batterien hatten wirklich erstaunlich lange gehalten.
Blick auf die Moselbrücke vor Alken
Blick auf die Moselbrücke vor Alken
Blick zurück auf Brodenbach
Blick zurück auf Brodenbach

Als ich dann nach Alken hinein fuhr entschloss ich mich kurzfristig ein Quartier zu suchen. Im Bett+Bike ausgezeichneten Hotel "Burg Thurant" bekam ich ein Zimmer. Aber eine überdachte abschliessbare Unterkunft für das Flux gab es auch auf Nachfrage nicht.
Das Nachtquartier des Flux in Alken
Das Nachtquartier des Flux in Alken
Hinter dieser unabgeschlossenen Tür steht das Flux
Hinter dieser unabgeschlossenen Tür steht das Flux

Naja, nach einer ausgiebigen Dusche mache ich mich auf den Weg mir den Ort anzusehen. Burg Thurant selbst ist sehr interessant, da sie innen streng in einen Trierer und einen Kölner Teil geteilt ist. Daher auch die beiden Türme. Aber wie üblich erspare ich mir dennoch den Aufstieg und besehe mit das Ganze lieber von unten. :-)
Vor dem Schlafengehen erkundige ich mich dann noch, ab wann es Frühstück gibt, da bekomme ich den nächsten Dämpfer, erst ab acht Uhr. :-( So spät! Naja, ich hätte mich besser voher nach den entsprechenden Randbedingungen erkundigt.
Eindrücke von Alken 1 (Die Burg Thurant)
Eindrücke von Alken 1 (Die Burg Thurant)
Eindrücke von Alken 2 (Eine Gasse)
Eindrücke von Alken 2 (Eine Gasse)
Eindrücke von Alken 3 (Eines der Stadtore)
Eindrücke von Alken 3 (Eines der Stadtore)
Eindrücke von Alken 4 (Ein Anderes der Stadttore)
Eindrücke von Alken 4 (Ein Anderes der Stadttore)
Eindrücke von Alken 5 (Der Hexenturm)
Eindrücke von Alken 5 (Der Hexenturm)
Eindrücke von Alken 6 (Die Hauptstrasse mit dem Turm vom Hotel Thurant)
Eindrücke von Alken 6 (Die Hauptstrasse mit dem Turm vom Hotel Thurant)
Eindrücke von Alken 7 (Der Restauranteingang vom Hotel Thurant)
Eindrücke von Alken 7 (Der Restauranteingang vom Hotel Thurant)

Samstag 1. 9. 2007 Von Alken nach Remagen-Kripp

Daten

Startzeitpunkt9:06 Stopzeitpunkt14:30
Zeit unterwegs5:24 Tagesfahrzeit3:41
Tagesstrecke71 km
Durchschnitt für Tag13,1 km/h Durchschnitt19,2 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf40 m Tagesshöhenmeter hinunter51 m
Differenz Tagesshöhenmeter-11 m
Minimaltemperatur16 Maximaltemperatur22

Tagesablauf

Am Morgen versuche ich um acht Uhr, ich hatte schon alles gepackt in den Frühstücksraum zu gelangen. Aber der war noch fest verschlossen. Somit musste ich noch warten bis die Hotelangestellte angekommen war und das Frühstück gerichtet hatte. Aber bei dem hohen Preis für das Zimmer wollte ich nicht auch noch auf das Frühstück verzichten. Da es selbst nicht sonderlich reichhaltig war, brauchte ich zumindest für das dafür nicht besonders viel Zeit. Diese ersparte Zeit verbrauchte ich dann aber, da keine Angestellte anwesend war, die eine Quittung ausstellen durfte. Insgesamt möchte ich anderen Radfahrern daher das Hotel Burg Thurant in Alken nicht empfehlen.
Sobald es ging fuhr ich weiter. Koblenz wartete auf mich.
Im Bikelinebuch "Der Moselradweg" war der folgende Radstreifen als ziemlich schmal beschrieben. Das hatten augenscheinlich auch die Verkehrsverantwortlichen begriffen (ohne jetzt aber zuviel unterstellen zu wollen), aber erfreulicherweise war an der Strasse ein Schild, welches auf die Nutzung der rechten Strassenseite durch die Fahrradfahrer hinwies. Ein Stück weiter, der Radstreifen war hier als sehr schmal beschrieben, wobei meines Erachtens die Bezeichnung nicht vorhanden die Sachlage eher trifft. Aber auch hier erfreulicherweise der Hinweis auf die Nutzung der rechten Fahrbahnseite durch die Fahrradfahrer.
So rollte ich denn auch nach Koblenz hinein. Hier ging es auf Radwegen (sehr) geringer Qualität weiter, bis ich dann endlich die Strasse in Richtung auf die Mosel verlassen konnte. Dazu musste ich dann aber noch eine grössere Strassenkreuzung überwinden, was für die Fußgänger (und die Radler wie mich) die Wartezeit von drei Ampelphasen bedeutete! Aber wie dem auch sei, ich fuhr wieder einmal auf das "Deutsche Eck" zu. Schlängelte mich durch die üblichen Fußgängermassen, welche sich aus den üblichen Reisebussen ergossen und fuhr zu meiner "angestammten" Ecke der steinernen Bank. Mittlerweile bin ich ja fast Dauergast hier. :-) Telefonate, SMS und EMails an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder, was von hier ja auch schon üblich ist. Dann noch ein paar Fotos. Diesmal sogar eines mit mir. Aufgenommen von einem Paar, welches ich kurz vor dem Deutschen Eck noch überholt hatte. Für die Beiden war am Deutschen Eck bzw. in Koblenz das Ende ihrer Radtour erreicht. Ich jedoch stärkte mich mit einem Müsliriegel und genehmigte mir einen grossen Schluck Wasser und machte mich dann an die Weiterfahrt. Immerhin war es noch ein gewisses Stück des Weges bis zu meinem Hotel in Remagen-Kripp.
Das Deutsche Eck in Fahrtrichtung
Das Deutsche Eck in Fahrtrichtung
Das Deutsche Eck aus der Richtung, aus der ich komme
Das Deutsche Eck aus der Richtung, aus der ich komme
Das Deutsche Eck aus der Richtung, aus der ich diesmal nicht komme
Das Deutsche Eck aus der Richtung, aus der ich diesmal nicht komme
Das Deutsche Eck das Denkmal
Das Deutsche Eck das Denkmal
Das Deutsche Eck, Festgung Ehrenbreitstein
Das Deutsche Eck, Festgung Ehrenbreitstein
Das Deutsche Eck mit Marten und Flux
Das Deutsche Eck mit Marten und Flux

Danach machte ich mich auf den Weg am Rhein entlang. Zuerst einmal hoch zur Balduinbrücke. Dazu kurvte und schob ich durch die Koblenzer Innenstadt und ergriff auch mal wieder die Gelegenheit für einen meiner beliebten unnötigen Umwege. Oben auf der Balduinbrücke schoss ich noch letzte Fotos von der Mosel.
Die Moselmündung von der Balduinbrücke aus
Die Moselmündung von der Balduinbrücke aus

Danach sauste ich die Brücke auf der anderen Moselseite herunter. Dieses Mal hielt ich mich gaaaaanz eng an der Mosel, damit ich auf gar keinen Fall die Abfahrt zum Campingplatz verpasse. Ich wollte nicht schon wieder daran vorbei fahren. Das führte dann allerdings dazu, dass ich zwei verschiedene falsche Wege (jeweils Sackgassen) probierte, bevor ich den korrekten Weg traf. Da lief es dann aber fast von allein. So konnte ich die Duschräumlichkeiten des Koblenzer Campingplatzes im Vorbeifahren bewundern. Sie hatten sich in den 25 vergangenen Jahren nur unwesentlich verändert. :-)
Mit dem Verlassen von Koblenz begann es dann leicht zu regnen. Allerdings wollte ich mir die Fahrt nicht vermiesen lassen und fuhr weiter. Dafür wurde der Regen schlimmer. Bald, natürlich auf einem ungeschützten Stück Weg kurz hinter Neuendorf, prasselte es dann sehr stark. Ich fuhr auf einen Anstieg zu, der den Radweg vom Rhein entfernte und kam oben an eine abknickende Strasse. Statt auf Radwegbeschilderung galt mein Blick ausschliesslich einer Unterstellmöglichkeit, die auch bald ein wenig am Rhein entlang die Strasse hinauf, erblickt und kurz danach erreicht war. Im Schutze hoher Tannen standen Flux und Marten einträchtig triefend in der Gegend herum und guckten, was es so zu gucken gibt. Auf der Industriestrasse war da allerdings nicht viel interessantes zu sehen. Der Blick auf den Rhein war durch Bäume und Büsche weitgehend verwehrt und davor gab es nur Abwechselung infolge der Tatsache, dass die Bindfäden, die es regnete mal näher und mal ferner waren.
Aber, wie meist bei starkem Regen, es hörte auch wieder auf. So legte ich mich wieder aufs Flux und wir fuhren weiter die Strasse entlang. Nun rächte sich allerdings, dass ich vorhin im Regen nicht nach der Radwegbeschilderung geguckt hatte. Der Weg war eine Sackgasse. Immerhin konnte ich so lernen, dass Sackgassenwendemöglichkeiten für Sattelschlepper sich auch mit einem Flux Liegerad ganz prima zum Wenden nutzen lassen.
So fuhr ich wieder zu dem Abzweig zurück und liess mich von der Beschilderung wieder auf den rechten Weg bringen. Ich fuhr durch das nasse, aber sehr ruhige, Industriegebiet und kam bald darauf wieder an den Rhein heran. Weiter ging der Weg dem Rhein entlang. Die Oberfläche des Rheinradweges hatte sich seit 2005 nicht gebessert, eher im Gegenteil...
Den Rhein entlang fahre ich weiter, das Wetter weiss nicht so recht, ob es nun regnen will oder nicht. Nunja, solange es nicht zu stark von oben feuchtet bin ich es zufrieden und gleite dahin. Als es mal wieder etwas stärker von oben nässte, machte ich im Schutz hoher Bäume dann halt und schoss ein paar Fotos.
Ein Blick über den Rhein
Ein Blick über den Rhein
Das Flux in Fahrtrichtung
Das Flux in Fahrtrichtung
Ein Blick zurück...
Ein Blick zurück...

Ich sah die Bank wieder, an der ich auf meiner letzten Rheintour eine Pause eingelegt und meine Schaltung repariert hatte. Aber diesmal ging der Weg direkt daran vorbei. Magen und Schaltung arbeiteten in einer Weise, die keine Eingriffe benötigten. Ich kam nach Andernach hinein und musste leider mal wieder feststellen, was Bauarbeiter und Bauabnahme so alles unter Radwegabsenkung verstehen bzw. akzeptieren. Na, die armen Mütter mit Kinderwagen, die hier ihre Gefährte hochhieven müssen.
Weiter ging der Weg ich kam zum Ortsausgang von Andernach. Das war die Stelle, an der meine damalige Freundin und ich 1982 feststellen wir wollten da nicht in die Gegenrichtung fahren müssen. Ich befuhr die Strecke nun schon zum zweiten Mal in der Gegenrichtung. Es ging auch besser als 2005. Ich bekomme anscheinend langsam Übung. Dadurch kam ich auch recht schnell und problemlos oben an.
Besagter Radweg nach der Steigung
Besagter Radweg nach der Steigung
Den Rhein gibt es auch hier
Den Rhein gibt es auch hier
Da unten komme ich her
Da unten komme ich her

Der Radweg verläuft ein Stück unter der Bundesstrasse, was das GPS dazu veranlasste auf die notwendige freie Himmelssicht hinzuweisen. Naja, auch solchermassen überdachte Radwege enden früher oder später und so waren GPS, Flux und ich wieder mit uns und der Welt im Reinen. Wir kamen nach Namedy hinein. Ein netter kleiner Ort am Rhein. Leider standen auf der Strasse ein Jaguar und ein (neuer) Mini Cooper. Der Jaguarfahrer und die Mini-Fahrerin unterhielten sich durch die geöffneten Fenster. Leider gab es keinen Weg an den Beiden vorbei. So machte ich meine Absicht heute noch ein ein Stück den Rhein entlang zu radeln mit meiner Klingel deutlich. Nach dem zweiten Klingeln kam es dann zu einem Unmutsausbruch der Minifahrerin, allerdings von der erfreulichen Tatsache begleitet, dass beide ihres Weges fuhren und so die Strasse von Namedy wieder für den fliessenden Verkehr freigegeben werden konnte.
Ich rollte wieder durch die Felder, welche 1982 so einladend wirkten. Wie aber schon 2005 war von diesem Glanz nicht mehr viel zu spüren. Vermutlich fahre ich neuerdings einfach zur falschen Jahreszeit. So ging es dann aber ohne weiteren Aufenthalt auf Brohl zu und durch Brohl hindurch. Am Ende von Brohl unter der Bahn hindurch. Hierzu musste natürlich wieder das furchtbare Drängelgitter überwunden werden. Aber da ich ja mittlerweile schon Übung im meistern dieser Radfahreinrichtungen entlang des Rheines habe, kam ich diesmal ohne Wortmeldung meiner Bandscheiben hindurch. Hochgeschoben, oben um die Ecke und wieder aufgelegt, so ging es weiter auf Bad Breisig zu. Auch hier wollte ich die Verfahrung von 2005 vermeiden und schickte mich sogleich an, den Fußweg, der hier den Radweg bildet zum Bach (und unter der Bahn hindurch) hinunter zu schieben, da sah ich ein Liegerad den Weg hinaufkommen. Natürlich wartete ich oben, bis der Kollege sein Baron (ein schickes blaues Teil) mit dem Bob YAK Anhänger oben hatte. Wir unterhielten uns natürlich und auch ein paar Fotos wurden gemacht.
Die beiden Liegeräder
Die beiden Liegeräder
Der Fahrer des Baron
Der Fahrer des Baron

Er war auf dem Weg zum Bodensee, will die Bodenseerundfahrt mitmachen. Dazu war sein Gespann natürlich gut geeignet, den Hänger abkoppeln und los geht die Fahrt. Nach einem längeren Könschnack (um mich schon mal an das Norddeutsche zu gewöhnen) wünsche ich ihm gute Fahrt und viel Glück und Erfolg bei der Rundfahrt und dann machen wir uns wieder auf den Weg.
Ich beginne meinen damit, erstmal den Fussweg hinunter zu schieben. Unten dann wieder aufs Rad, zurück an den Rhein und weiter auf Remagen-Kripp zu. Kurz vor dem Ort kreuze ich wieder die Ahrmündung, welche unter Naturschutz steht. Hier schiesse ich dann noch schnell ein paar Fotos.
Die Ahrmündung
Die Ahrmündung
Die Ahrmündung in Flussrichtung des Rheines gesehen
Die Ahrmündung in Flussrichtung des Rheines gesehen
Die Ahrmündung entgegen der Flussrichtung des Rheines gesehen
Die Ahrmündung entgegen der Flussrichtung des Rheines gesehen
Die Brücke über Ahrmündung
Die Brücke über Ahrmündung
Die Brücke über Ahrmündung (Innenansicht)
Die Brücke über Ahrmündung (Innenansicht)

In Remagen-Kripp nehme ich gleich den Weg zum Hotel Rhein-Ahr, rolle durch die Toreinfahrt und gleich in die Garage. Ganz unters Dach schaffe ich mein Gepäck und gönne mir dann erstmal eine ausgiebige Dusche. Danach mache ich mich auf eine Besuchstour auf die andere Rheinseite nach Linz am Rhein.
Die Fähre nach Linz (Rhein)
Die Fähre nach Linz (Rhein)
Das andere Rheinufer
Das andere Rheinufer
Eindrücke von Linz (Rhein) 1
Eindrücke von Linz (Rhein) 1
Eindrücke von Linz (Rhein) 2
Eindrücke von Linz (Rhein) 2
Eindrücke von Linz (Rhein) 3
Eindrücke von Linz (Rhein) 3
Eindrücke von Linz (Rhein) 4 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 4 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 5 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 5 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 6 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 6 Oberes Stadttor
Eindrücke von Linz (Rhein) 7 Fähranleger
Eindrücke von Linz (Rhein) 7 Fähranleger
Blick auf Remagen-Kripp
Blick auf Remagen-Kripp

Nach meinem Besuch in Linz speiste ich im Hotel zu Abend und machte die Bekanntschaft von Phil, einem Engländer der bei VW in Wolfburg arbeitet. Er war mit dem Motorrad unterwegs und besuchte die berühmte Nordschleife.

Sonntag 2. 9. 2007 Von Remagen-Kripp nach Köln-Merkenich

Daten

Startzeitpunkt9:55 Stopzeitpunkt18:00
Zeit unterwegs8:05 Tagesfahrzeit4:24
Tagesstrecke80 km
Durchschnitt für Tag9,9 km/h Durchschnitt18,2 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf35 m Tagesshöhenmeter hinunter31 m
Differenz Tagesshöhenmeter4 m
Minimaltemperatur17 Maximaltemperatur25

Tagesablauf

Nach dem ausgiebigen Frühstück zusammen mit Phil packte ich mein Flux und sauste bald los in Richtung Köln. An den Resten der Brücke von Remagen wollte ich eigentlich das Friedensmuseum besuchen, aber infolge einer fehlenden passablen Abstellmöglichkeit für Fahrräder musste ich dies leider ausfallen lassen. Daher begnügte ich mich mit ein paar Fotos.
Das andere Rheinufer auf Höhe der ehemaligen Brücke von Remagen
Das andere Rheinufer auf Höhe der ehemaligen Brücke von Remagen
Blick auf die Reste der Brücke von Remagen
Blick auf die Reste der Brücke von Remagen
Der Radweg auf Höhe des Friedensmuseums
Der Radweg auf Höhe des Friedensmuseums

An diesem Tage hatte ich ja viel Zeit, die Tagesetappe war nicht sonderlich lang und ich konnte erst gegen 18 Uhr bei meinen Dachgebern auftauchen. Somit versuchte ich langsamer zu fahren, was aber zumeist nicht richtig gelang. :-) Also rollte ich weiter in Richtung Bonn. Es ging an Remagen vorbei und weiter den Rhein entlang. Auf Höhe von Unkelbach (meine Schätzung) sehe ich ein Liegerad am Radweg stehen. Natürlich halte ich an. Es ist ein silbernes Flux S600 (untengelenkt) mit Rohloffnabe. Der Fahrer ist aus Bonn und macht einen Tagesausflug. Nach einem netten Plausch machen wir uns beide wieder auf den Weg. Bei Rolandseck kam mir dann ein vollbesetztes Haase Pino entgegen, aber die Beiden waren so in Fahrt, dass an ein Anhalten nicht zu denken was.
Nach gar nicht langer Zeit war ich an der Fähre von Bad Godesberg angekommen. Hier musste ich natürlich meiner Arbeitskollegin Conni eine SMS schicken, dann fuhr ich weiter bis nach Bonn hinein. Kurz vor der Rheinbrücke in Bonn legte ich dann eine Pause ein und schoss ein paar Fotos.
Blick auf den Rhein
Blick auf den Rhein
Der Rhein von Nahem
Der Rhein von Nahem
Die Fahrtrichtung
Die Fahrtrichtung
Das Flux in Bonn
Das Flux in Bonn

Nach einiger Zeit fuhr ich dann wieder weiter und liess schon bald Bonn hinter mir. Es ging an verschiedenen Orten vorbei und auf Köln zu. Dann bei Wesseling hörte ich plötzlich ein unschönes Geräusch von der hinteren Kettenschaltung und musste feststellen, dass die Gänge nicht mehr richtig fassten. Auch war die Schaltung sehr schwergängig. Ich hielt an und besah mir die Sache genauer, konnte aber nichts feststellen, was die Veränderung ausgelöst haben könnte und sah eigentlich auch nicht, warum die Gänge nicht mehr sauber fassten. Auf der weiteren Strecke versuchte ich dann die Einstellung der Schaltung so zu verändern, dass die Gänge wieder sassen, aber so richtig gelang mir das nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Schaltung selbst nicht richtig beweglich war.
Mehr oder weniger gut fuhr ich weiter. Mal ging es, mal sprangen die Gänge. Naja, wenn dann mal ein Gang sass, versuchte ich nur vorne und mit der Nabenschaltung zu schalten. So bemühte ich mich dann durch Köln zu kommen. Beim letzten Mal hatten sie dort ja einen Flohmarkt organisiert, der auf dem Rheinradweg stattfand. Dieses Jahr nun war es ein Marathonlauf. Sowas stellen die Kölner für die Touristen auf die Beine. Also für solche Leute wie mich. Aber, um ehrlich zu sein, das wäre gar nicht nötig gewesen. :-)
Ich jedenfalls wechselte mehrmals vom Schieben zum Fahren und zurück. Aber trotzdem kam ich auch in diesem Jahr irgendwie durch das Gewusel hindurch und war bald auf dem Weg zum Rheinufer, wo ich auch bei dieser Tour wieder Rast machen wollte. So rollte ich recht schwungvoll auf eine der Rheinbrücken zu, zwei Polizisten auf Mountainbikes hinter mir, als mein Mobiltelefon klingelte. Ordnungsgemäss aber doch recht flott hielt ich an der Seite des Radweges an und ging ans Telefon. Es war mein Dachgeber. Er wollte mit seinem Sohn ein neues, heftig diskutiertes Fenster im Kölner Dom ansehen. Bei der Gelegenheit wollte er sich dann mit mir am Dom treffen und mich mit nach Merkenich nehmen. Aber ich wollte nicht wieder nach Köln zurück. Nicht wieder in das Gewimmel und Getümmel. Liegeräder und ihre Besitzer sind für sowas eher nicht geeignet (Ausnahme: Spezi in Germersheim!).
Also beschrieb ich mich kurz (kompakter Radfahrer auf einem schwarzen Liegerad mit roten Ortliebs und einem blauen Packsack), damit er mich bei seiner Rückfahrt auflesen könnte und machte ich mich auf den Weg zu meiner geplanten Pausenstelle.
Die Rheinwiesen am Rastplatz
Die Rheinwiesen am Rastplatz
Der Rheinradweg/Die Marathonstrecke
Der Rheinradweg/Die Marathonstrecke
Da geht es weiter, die Brücke hinauf
Da geht es weiter, die Brücke hinauf
Das Pausen-Flux
Das Pausen-Flux
Drachensteigenlassen
Drachensteigenlassen

Das Wetter machte aber einen immer bedrohlicheren Eindruck, so fuhr ich dann doch ein wenig früher nach Merkenich weiter. Im Ort drehte ich noch ein paar Runden und stand dann um Punkt 18 Uhr bei meinen Dachgebern vor der Tür. Nachdem Duschen begann eine fröhliche Unterhaltung und auch die Besichtigung der Urlaubsfotos der Dachgeberfamilie, welchen sie in Bayern verbrachten stand auf dem Programm.

Montag 3. 9. 2007 Von Köln-Merkenich nach Wesel

Daten

Startzeitpunkt8:55 Stopzeitpunkt17:30
Zeit unterwegs8:35 Tagesfahrzeit7:19
Tagesstrecke125 km
Durchschnitt für Tag14,6 km/h Durchschnitt17,1 km/h
Tagesshöhenmeter hinauf81 m Tagesshöhenmeter hinunter146 m
Differenz Tagesshöhenmeter-65 m
Minimaltemperatur13 Maximaltemperatur29

Tagesablauf

Am Montagmorgen wurde früh aufgestanden. Wenn man per Dachgeber unterwegs ist, muss man sich nach den Familien richten. Also sechs Uhr aufstehen. Das passte mir natürlich prima in den Kram, endlich mal eine Startzeit, die meinen Vorstellungen entgegen kommt. Ein erster Blick nach oben: trocken! Meine Begeisterung kannte kaum Grenzen. Doch bei der Tasse Kaffee kam dann das Erwachen (der Kaffee war prima!!!). Es begann zu regnen. Er ein wenig, dann ein wenig stärker, dann stark und das Ganze aus einem weitgehend einheitlich grauen Himmel. :-( Ich vertrödelte ein wenig Zeit, aber dann hatte ich mich doch entschlossen mit Regenklamotten loszufahren. Ich packte einige Dinge neu, der Fotoapparat kam beispielsweise in seine Fototasche und dann unten in eine der Ortliebs. Dann meine Sachen runtergeschleppt und vor der Tür im Gang das Flux bepackt. Also letztes zog ich dann meine Regensachen an. Soweit so gut, nur musste ich dann feststellen, dass der Reissverschluss der Regenjacke nicht zugehen wollte. Trotz Unterstützung durch meine Dachgeberin und der Verwendung von Seife liess er sich nicht zur Zusammenarbeit überreden. Nach diesen erfolglosen Versuchen entschloss ich mich dann, den Reissverschluss unverschlossen zu lassen. Die Windleiste der Regenjacke hat einen Klettverschluss, der musste somit reichen. Na, vielleicht ist die zusätzlich Lüftung von Vorteil...
So verliess ich dann doch erst gegen 8:55 Uhr meine Dachgeber und radelte im strömenden Regen durch Merkenich, hin zum Rheinradweg. Die Stelle, an welcher der Radweg Merkenich verlässt, hatte ich mir schon am Vortag angesehen. So rollte ich dann unter der A1 hindurch. Diese hatte ich ja schon mal, kurz nach Verlassen von Trier unterquert, also eine alte Bekannte. Glücklicherweise kam der Regen von schräg rechts vorne (Schräg rechts hinten wäre mir noch lieber gewesen), sodass er über die Windleiste hinwegblies und nicht hinein.
Kaum ein paar Kilometer gefahren kam ich nach Langel. Dort wird der Deich erneuert oder verbessert. Auf jeden Fall lag die Deichkrone offen und da, wo der Beschilderung entsprechend der Rheinradweg verlaufen sollte lag dicker runder Kies. Ich fuhr hinauf und kam aber nicht weit. Trotz meiner Sturheit, die durch das Wetter eher noch vergrössert wurde, musste ich bald aufgeben und schob das Flux weiter durch den Kies. Glücklicherweise kam bald die Stelle, an der die Bauarbeiter ihre Geräte und Materialien lagerten. Ich liess das Flux vorsichtig den steilen Abhang hinunter und schob von dort durch den matschigen Weg zur nächsten Strasse. Dort angekommen brummelte ich noch ein wenig vor mich hin, legte mich aber wieder auf das Flux und fuhr weiter durch den Regen und auf Worringen zu. Kurz vor Dormagen zweigte der Rheinradweg dann wieder von der Strasse ab und verlief durch die Weisen vor dem Rhein. Hier waren allerdings Baumfällarbeiten vorgenommen worden. Dies führte dann dazu, dass mehrmals der Radweg mit gefällten Bäumen und abgeschnittenen Zweigen vollkommen versperrt war und ein Umweg gesucht werden musste. So radelte ich weiterhin im strömenden Regen durch die Lande. Ausser ein paar Karnickeln und einigen Vögeln traf ich auf niemanden. Einzig an der Stelle, an der ich stehen blieb um den weiteren Weg zu finden kam dann natürlich ein Auto und musste vorbei.
Dann kam ich auch Zons zu, der Regen liess ein wenig nach. So radelte ich bei leichterem Regen auf die Fähre zu. Die war bald da und ich schob das Flux hinauf. Als ich auf der Fähre stand und auf die Abfahrt wartete, hörte es dann tatsächlich auf. So verbrachte ich die Wartezeit dann in Trockenen. Pünktlich zur weiteren Abfahrt begann es dann aber wieder zu Regnen. Den Weg durch Benrath fand ich weitgehend problemlos. Erst in Himmelsgeist versuchte ich mal wieder zu früh zum Rhein zurück zu kommen. Nach dem zugehörigen Umweg ging es dann aber auch zielgerichtet weiter. Bis Hamm hin regnete es es mehr oder weniger, dann liess es etwas nach und hörte schliesslich ganz auf. Kurz vor der Brücke zu den Hafenbecken klingelte mein Mobiltelefon. Während des Telefonates kam dann erfreulicherweise sogar die Sonne heraus und wärmte mich mit ihren Strahlen. Nach dem Telefonat ging es weiter auf die Brücke hinauf. Hier konnte ich dann doch mal ein paar Fotos schiessen.
So fliesst der Rhein auf Düsseldorf zu
So fliesst der Rhein auf Düsseldorf zu
Die Auffahrt zur Brücke über die Hafeneinfahrt
Die Auffahrt zur Brücke über die Hafeneinfahrt
Interessante Häuser in der Nähe des Hafens
Interessante Häuser in der Nähe des Hafens
Die Brücke über die Hafeneinfahrt
Die Brücke über die Hafeneinfahrt
Die andere Rheinseite
Die andere Rheinseite
Die nächste Rheinbrücke
Die nächste Rheinbrücke

Sicherheitshalber verpackte ich den Fotoapparat danach dann aber doch wieder tief in den Packtaschen und fuhr weiter. Am Rheinufer machten die ersten Schulklassen auch schon wieder ihre Schulausflüge, aber ich konnte die ausgelassen spielenden Kinder weitgehend problemlos umfahren und schraubte mich bald zur Rheinbrücke nach Oberkassel hinauf. Hier rauschte ich schnell hinüber und auf der anderen Seite wieder runter an den Rhein. Dann immer am Rhein entlang bis zum Schwimmbad bei Oberlörick. Hier verliess der Radweg den Rhein und umfuhr das Schwimmbad. Ein Stück des Weges suchte ich mal wieder die korrekte Wegstrecke und fand ein nettes Gespräch mit zwei Damen beim Nordic Walking, die sich für das Liegerad interessierten. Kurz danach versuchte ich dann mal wieder einen falschen Weg, was aber nur zu einem kurzen Ausflug führte. Letztlich hatte ich dann doch den rechten Weg gefunden und kam bald wieder flott voran. Vor Uerdingen lief der Radweg dann ins Industriegebiet und das Fahren war nicht mehr so angenehm. Weiter ging es durch den Ort, doch dann verlor ich den Radweg. Vor dem Bahnhof versuchte ich mich neu zu orientieren, was mir letztlich auch gelang. Auch nutzte ich diese Pause mich meiner Regenklamotten zu entledigen, da es schon seit Düsseldorf nicht mehr geregnet hatte.
Kurz nachdem ich den Radweg wiedergefunden hatte, ging er mir aber schon wiederr verloren. Mehrmals war ich der Meinung, dass ich ihm nah sei, dann musste ich wieder feststellen, dass er doch recht weit entfernt war. Der nette Radfahrer, der mich 2005 durch die Stadt lotste tauchte leider nicht auf. So musste ich sehen, wie ich den Weg fand. In Bergheim-Rheinhausen brachte mich dann eine Marktfrau freundlicherweise wieder auf die richtige Strecke. Das Lokal an dem ich dann abbiegen musste sollte Schäfchen heissen. Ich fand auch ein Lokal, konnte daran aber keinen Namen entdecken. Dennoch stimmte das komplette Umfeld, wie es die Dame beschrieben hatte und so bog ich entsprechend ab und war wieder auf dem Rheinradweg. Es ging am Rhein entlang und bei Alt-Homburg fand ich dann sogar wieder den Radweg, den ich noch von meiner Tour vor zwei Jahren kannte. Leider fing es wieder an zu regnen. Ich suchte Schutz im Schatten einiger Bäume, aber letztlich waren sie durch den Regen des Tages schon so nass, dass der Schutz nicht wirklich nutzte. So radelte ich dann bei mal mehr, mal weniger Regen weiter und hatte schon die Hoffnung doch Heute noch Wesel zu erreichen. Bei Eversael allerdings erlaubte ich mir dann noch einen Umweg, was den Weg dann nicht unbedingt verkürzte.
Für eine Unterkunft bei einem Dachgeber war es natürlich zu spät, so suchte ich mir ein wenig später dann noch eine normale Unterkunft, die ich glücklicherweise auch bald fand. So hatte ich dann wenigstens die Gewissheit die Nacht in einem Bett verbringen zu können.
Bald darauf allerdings begann es wieder zu regnen. Es wurde sehr schnell sehr stark, sodass ich mich genötigt sah auf offener Strecke meine Regenklamotten anzuziehen. Mit dem Reissverschluss gab ich mich diesmal gar nicht ab, der Wind kam ohnehin immer noch aus derselben Richtung. Mit der Hand die Kapuze schützend vor das Gesicht ziehend fuhr ich dem Regen entgegen. Soviel Ignoranz erschien ihm (dem Regen) dann wohl doch so erstaunlich, dass er rund eine halbe Stunde später erst weniger stark hernieder strömte und schliesslich ganz aufhörte. Ohne Kapuze, aber immer noch in Regenklamotten ging es dann weiter
Auf der Höhe von Wallach hörte ich dann plötzlich Kindergeschrei und Weinen. Ein Stück des Weges an einer Seitenstrasse des Dammweges konnte ich ein Kind mit einem Fahrrad auf der Strasse liegen sehen. Ein anderes Kind war bei ihm, setze sich dann auf ein andere Rad und fuhr schnell davon. Ich beschleunigte und fuhr bald zu dem Kind hinunten. Von einem nahen Bauernhof kamen drei Männer gelaufen. Es handelte sich um ein kleines Mädchen mit Namen Jana, wenn ich es richtig verstanden hatte. Sie war auf der abschüssigen Strasse im Split gestürzt und hatte sich eine Platzwunde zugezogen. Wir beruhigten und versorgten ihre Wunde, dann kam auch schon der Vater des anderen Mädchens angefahren und nahm sie dann mit.
Nach dieser Zwischenaufregung schob ich das Flux wieder zum Damm hinauf und fuhr weiter in Richtung Wesel. Bald darauf erreichte ich die Rheinbrücke Hier hielt ich an und machte nochmals ein paar Fotos.
Die letzte Rheinbrücke
Die letzte Rheinbrücke
Wolken und Licht über dem Rhein 1
Wolken und Licht über dem Rhein 1
Wolken und Licht über dem Rhein 2
Wolken und Licht über dem Rhein 2

Danach fuhr ich nach Wesel hinein und machte mich auf die Suche nach meiner Unterkunft, die ich dann auch bald anhand der Beschreibung der Dame am Telefon fand. Hier gab es eine abschliessbare Unterstellmöglichkeit für das Flux und ein Zimmer mit Dusche für mich. Auch die Speisekarte war durchaus zufriedenstellend. So endete meine Radtour des Jahres 2007 nach 425,6 gefahrenen Kilometern. Es hatte wieder grossen Spass gemacht. Vielleicht sollte ich die Strecke von Trier (oder sogar von Metz) über Koblenz nach Bingen einmal in etwas kürzer gesteckten Etappen fahren und mir zwischendurch mehr von der Gegend ansehen. Ich habe das Gefühl, das könnte auch sehr schön sein.